Der American Akita

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Ein Überblick über den American Akita

Der American Akita ist eine japanische Hunderasse. In seiner Heimat wurde der seinerzeit Akita Inu genannte Hund zum „Denkmal Japanischer Kultur“ erklärt. Ein Akita in einem Heim gilt als Symbol für Gesundheit, Wohlstand und Glück. Die Rasse kam erst nach dem 2. Weltkrieg an die amerikanische Küste, als die GI‘s Akitas nach Amerika brachten.

 

American Akita sind eine wunderbare, großartige Hunderasse, aber sicher kein Hund für jedermann.

American Akita sind große Hunde, Rüden wiegen über 50 kg; sie verfügen über große Körperkraft und können eigenwillige Temperamente haben.
Sie sind mit Sicherheit nicht DIE Hunde, welche man als verantwortungsvoller Mensch, seiner Großmutter zum Spaziergang in die Hand drückt.!

Alle Welpen sind niedlich, auch American Akita Welpen, aber bevor Sie einen kuscheligen Welpen kaufen, der zu einem Grizzlybären heranwächst, lesen Sie die Bare Mountain American Akita FAKTEN:

 

 

 

Immer mehr Züchter entscheiden sich für, von Laien händelbares Temperament, und American Akita sind heute weitaus leichtführiger und für unsere Sozialgesellschaft angepasster, als vor zwanzig Jahren. Dies ist zum Einen gut. Mit den doch sehr eigenwilligen Charakteren der American Akita „vom alten Schlag“ würden die meisten heutigen American Akita HalterInnen nicht zurecht kommen. Die von mir, 12 Jahre lang betriebene Bare Mountain American Akita Not Vermittlung belegt diese Erfahrungswerte in trauriger Weise.

Mein verstorbener American Akita Rüde „Bushido- Nanuk“ war der letzte Vertreter der American Akita „vom alten Schlag“. In den falschen Händen hätte Nanuk seinen vierten Geburtstag nicht erlebt. Nanuk verstarb im Alter von 13 Jahren und zwei Monaten , hier zu Hause in meinen Armen.
Ich sehe die Tatsache, daß mit diesen alten American Akita Linien seit vielen Jahren nicht mehr gezüchtet wird, mit zwei Herzen in meiner Brust.
Den „neuzeitlich“ gezüchteten American Akita gehen viele, ursprüngliche und gute American Akita bedinge Charaktereigenschaften und rassebedingte Verhaltensweisen verloren.

Die folgende Faktenzusammenfassung ist NICHT in Stein gemeißelt:

Dennoch – die anfolgenden Informationen sollen dazu Dienen, Ihnen den American Akita in seinen Rassetypischen Verhaltensweisen näher zu bringen.

Wie gehe ich mit einem fremden American Akita um?

Akitas betrachten Augenkontakt als Herausforderung und können aggressiv reagieren. Es wird dringend empfohlen, sich NICHT auf Niveau des American Akita und nahe am Gesicht des Hundes herunter zu bücken; und/oder zu knien, es sei denn, Sie kennen den Akita gut. Diese Positionen können aggressive Reaktion auslösen.

Beugen Sie sich nicht über einen American Akita, der Ihnen fremd ist. Das, sich über einen American Akita beugen kann als Drohgeste empfunden werden. Gesunde und Instiktsichere American Akita lassen sich nicht von Fremden bedrohen!

Schieben Sie keinen American Akita,, der ihnen fremd ist herum / bei Seite. Instinktsichere American Akita lassen sich nicht herumschieben und könnten sich Ihrerseits vor solcherlei Behandlung zu verwahren suchen!

Rassespezifische Verhaltensweisen

American Akita mögen es, die Führung ihres Sozialverbandes zu übernehmen – ein vererbtes Merkmal ihres wilden Stammvaters, des Grauwolfes. Wenn Sie mit einem American Akita mit hohem Biotonus, einen Kopfhund oder ein Aufsteigertalent Ihren Hausstand teilen wird dieser Sie irgendwann einmal herausfordern, um seine Stellung im Sozialverband zu verbessern.
Dieses Verhalten kann nicht toleriert werden, und eine entschlossene, konsequente Korrektur sollte Ihre unmittelbare Reaktion sein.
American Akita mit gutem Temperament akzeptieren Disziplinierung gut – nicht schlagen, sondern intelligente Disziplinierung in Form von Verhaltenskorrektur.
Ein entschlossenes Nackenfell-Schütteln ist für einen Akita eine effektive Form der Disziplinierung.
Häufig bringt eine verbale Anweisung oder eine schnelle Wurf-Kettenkorrektur Ihren Standpunkt zum Ausdruck.

Einige American Akita sind Schwätzer! Sie grunzen, stöhnen und murmeln, um sich selbst und Sie zu unterhalten. Diese Konversationsverbalisierung ist KEIN KNURREN und sollte nicht als Knurren interpretiert werden, was ganz anders klingt. Akita „sprechen“ ist eine liebenswerte Eigenschaft und sollte Sie nicht erschrecken. Nach einer gewissen Zeit des Zusammenlebens mit Ihrem American Akita werden Sie leicht zwischen Sprechen und Knurren zu unterscheiden Lernen.

Einige American Akita tragen gerne Sachen im Fang herum, auch Ihr Handgelenk! Sie können Sie am Handgelenk nehmen, um Sie zum Leckercenschrank oder zu ihrer Leine zu führen. Es ist kein aggressiver Akt, sondern eine liebenswerte Eigenschaft. Wenn Ihnen ihr „Mundwerk“ lästig ist, geben Sie ihnen einen Job: Lassen Sie Ihren Akita die Zeitung oder die Post hereinbringen. Sie lieben es, solche Jobs zu machen.

Dem American Akita eilt der Ruf für Unnahbarkeit voraus. Dennoch kann es für Sie überraschend sein, dass Akitas sehr sensibel sind und von Stress und/oder Veränderungen in ihrer Umgebung negativ beeinflusst werden. dauernd vorherrschender Distreß kann ein Pathologischer Auslöser für gewisse Autoimmunerkrankungen bei Akita sein, die für spezifische Krankheiten prädisponiert sind.

American Akita sind natürliche Hüter des Hauses / Gartens und benötigen keine Ausbildung, um ihren natürlichen Schutz, – und Wachtrieb hervor zu schürfen. Wenn es einen Grund gibt, Familie und Eigentum zu schützen, wird Ihr American Akita eigenständig handeln, um dies zu tun.

Gäste, die bei Ihnen zu Hause willkommen sind, wenn Sie anwesend sind, werden NICHT von dem American Akita willkommen geheißen, wenn Sie nicht zu Hause sind.

American Akita Sozialisation

Auf der American Akita Fach Seite versuche ich seit nunmehr bald 20 Jahren, die Bedeutung von frühzeitiger und kontinuierlicher Sozialisation, Gehorsamstraining mit positiver Verstärkung und Ihrer Rolle als souveräner Führer eines zwischenartlichen Sozialverbandes zu verdeutlichen. Das sind die wichtigsten Faktoren bei der Entwicklung der Grundlage für Ihren Akita.

Nicht an andere Tiere gewöhnte American Akita können Kleintiere als Beute betrachten und jagen. Dazu gehören Katzen, Nagetiere, Vögel, andere Kleintiere.

Bei, nicht auf Kleinhunde sozialisierten American Akita, kann die canidentypische sog. Intra Gilden Aggression zum tragen kommen und der nicht auf Kleinhunde sozialisierte American Akita könnte Kleinhunde schwer verletzen, oder gar Töten.

Einen nicht auf Kleintiere, Katzen, Hunde kleiner Rassen sozialisierten American Akita mit vorgenannten Tieren sicher zu vergesellschaften ist ein sehr schwieriges therapeuthisches Unterfangen. Wenn es denn überhaupt gelingt.

Hühner, Enten und andere Vögel sind, für einen nicht auf Geflügel sozialisierten American Akita, eine rechtmäßige Beute. Erwarten Sie nicht, per se, daß der Hund Geflügel als befreundete, ja gar schützenswerte Arten empfindet.

American Akita Erziehung

American Akita sollten Gehorsam sein, dieser Gehorsam, wird ihnen von ihrem Besitzer auftrainiert. Eine solide natürliche Autorität bringt Ihnen keine – noch so gut Hundeschule nahe. Diese ist ein Teil Ihres Charakters – oder eben nicht!
Aus meiner 52 Jährigen Erfahrung im zusammenleben mit Hunden, versichere ich Ihnen, wenn Sie diese natürliche Autorität nicht besitzen, werden Sie mit einem American Akita scheitern.

Eine solide, und Akita gerechte Gehorsamsausbildung garantiert Ihnen eine, im Lern- und entwicklungspsychologischen Sinne verwertbare Bindung zu Ihrem American Akita und einem wohlerzogenen American Akita. Denken Sie aber daran, American Akita sind extrem intelligent und neigen dazu, sich schnell langweilen. Sie lernen schnell, so dass kurze Übungsintervalle empfohlen werden. So wird der Hund nicht gelangweilt. American Akita sind auch sehr hartnäckig und wenn der American Akita denkt, dass es Zeitverschwendung ist, noch einmal „zu sitzen“ oder „zu bleiben“, dann wird er einfach weggehen! Gehorsamstraining erfordert Geduld und Verständnis für den stolzen und von Selbstbetimmung und Eigenständigkeit geprägten Charakter des American Akita!

American Akita können mit offener Aggression reagieren, wenn sie unfair und allzu hart behandelt werden – schlagen oder treten Sie niemals Ihren American Akita, diese Art von Verhalten bedeutet, dass SIE die Kontrolle über sich selbst und Ihren Hund verloren haben.

American Akita sind Hunde und im Gegensatz zu Menschen haben Hunde nicht dasselbe Kurzzeitgedächtnis wie Menschen. Disziplinieren Sie Ihren Hund nicht Stunden nach einem Fehlverhalten – der Hund wird die Disziplinierung NICHT mit einem Vorfall in Verbindung bringen, der früher am Tag auftrat. Wenn Sie sehen und antizipieren können, dass Ihr American Akita in Unfug anstellt, sollte Ihre Disziplinierung Konsequent, der Situation angemessen und ohne zeitliche Verzögerung erfolgen, damit sie in biologischer Hinsicht für ihren American Akita verständlich ist. Wenn Sie z. B. von der Arbeit zurückkehren und feststellen, dass Ihr Akita fleißig ein Loch gegraben hat, sollten Sie den American Akita nicht disziplinieren, wenn er Sie begrüßt, da der American Akita die Disziplin nicht mit einem Loch in Verbindung bringen wird, an dem er am frühen Morgen gearbeitet haben könnte.

Rufen Sie Ihren American Akita NICHT zu Ihnen, um ihn zu Disziplinieren, Ihr American Akita wird das zu Ihnen kommen mit einer Strafe in Verbindung bringen, und so Lernen, Ihre Anwesenheit zu fürchten, und er wird Wege finden, Ihre Gesellschaft zu meiden.

Die zuverlässige Ausführung des sicheren Rückrufs ist wichtig und kann eines Tages eine lebensrettende Anweisung für Ihren American Akita sein.
Gefährden Sie diesen Sicherheitsfaktor nicht.
Jedes Mal, wenn Ihr Akita an Ihre Seite kommt, sollte er belohnt werden.

American Akita und Kinder

Wenn Ihre Kinder wild rennen und Ihnen gegenüber ungehorsam sind, – holen Sie sich bitte, keinen American Akita!
Ihre Tore sollten verschlossen sein, um den American Akita und die Kinder aus der Nachbarschaft zu schützen, die Ihr Grundstück betreten können.
Lassen Sie einen American Akita nicht mit einem Säugling allein. Stellen Sie sich vor, ein Baby weint plötzlich, um Aufmerksamkeit von seiner Mutter zu bekommen. Ein American Akita kann die Situation falsch interpretieren und bei dem Versuch, das Baby zur Mutter zu bringen, kann es zu einer tragischen Verletzung kommen. Hunde sind nicht wirklich Kindermädchen. American Akita die nicht mit Kindern aufgewachsen sind, sind nicht immer tolerant gegenüber Kleinkindern. Der American Akita sollte niemals mit einem Kind allein gelassen werden, auch wenn Sie sicher sind, dass Sie einen American Akita haben, der alle Kinder liebt. Ein großer Hund kann versehentlich ein Kind verletzen. American Akita, die mit Kindern aufgewachsen sind, tolerieren ihre eigenen Kinder, aber die Nachbarskinder müssen sie nicht per se akzeptieren. Grundsätzlich ist es ratsam, einen American Akita oder einen großen Hund nicht mit Kindern unter 12 Jahren allein zu lassen. American Akita lassen sich nicht gerne ärgern und können mit Beißen im Sinne einer Zurechtweisung reagieren. Einige Kinder dürfen Tiere unfreundlich behandeln, was zum einen ein Erziehungsversäumnis der Eltern darstellt und zum Zweiten oft zu Tierquälerei führt. Diese Kinder sollten von einem American Akita ferngehalten werden, dessen Größe und Jagdinstinkte das Leben des Kindes gefährden können.

American Akita Haltung

American Akita bellen nicht, wenn es keinen guten Grund gibt. Wenn ein American Akita bellt, achten Sie auf ihn. Sie sind stille Jäger, die ohne Brummen oder Lärm, ähnlich wie Katzen, tief im Boden jagen.

American Akita sind sehr familienorientiert und nicht glücklich, wenn sie getrennt von der Familie gehalten werden. American Akita entwickeln bizarre Verhaltensmuster, wenn sie als „Gartenhund“ gehalten werden. Wenn allein gelassen in einem Hof ohne familiäre Anbindung verlassen werden, wird der American Akita im Grad der Sozialisation zurückgehen und Langeweile wird zerstörerisches Verhalten verursachen.
Wenn Sie nicht vorhaben, Ihren Hund in Ihrem Zuhause wohnen zu lassen, sollten Sie einen American Akita als Haustier nicht ernsthaft in Erwägung ziehen.
Ein American Akita MUSS ein vollständig integriertes Familienmitglied sein, um größtmögliche soziale Kompetenzen entwickeln zu können.

American Akita sind nicht hyperaktiv und passen in einen ruhigen und gediegenen Haushalt, aber eine optimale Gesundheit setzt voraus, dass SIE und Ihr American Akita sich regelmäßig Bewegung verschaffen.

Ein American Akita, der draußen gelassen wird, während Sie weg sind, schläft NICHT, bis Sie zurückkehren. Wenn Outdoor-Aktivitäten wie Camping, Wandern, Schwimmen oder Schneesportarten beinhaltet, zu Ihrem Lebensstil gehören dann wird Ihr American Akita diese gerne mit Ihnen teilen.

Binden Sie keinen American Akita, während Ihrer Abwesenheit, außerhalb irgendwo an, wo sich Fremde nähern können. Bei diesem Szenario treten viele Hundebisse auf – die Revieransprüche des American Akita  reicht von einem Ende der Leine zum anderen. American Akita zählen zu den Hunderassen, mit einer großen Individualdistanz. Ein Kind oder Kleinkind hat keine Vorstellung von den Grenzen des American Akita und bewegt sich in den zu schützenden Bereich Ihres American Akita. Die meisten Hunde werden ihr Territorium verteidigen und Sie haben jetzt eine Situation, die für zwei Familien tragisch und für den American Akita tödlich enden kann. Wenn Sie Ihren Hund nicht richtig unterbringen können, dann sollten Sie ihn erst dann aufnehmen, wenn Sie dem Tier ein sicheres Schutzgebiet bieten können, wenn Sie nicht zu Hause sind.

American Akita sind von Natur aus anderen Tieren gegenüber dominant und sollten deshalb in der Nachbarschaft nicht frei herumlaufen oder frei herumlaufen dürfen. Sie können mit Ihrem American Akita DAS Bare Mountain Teambildungs Coaching und anfolgend DAS Bare Mountain Anti Jagd Coaching absolvieren, um ihm jederzeit kontrollierten Freilauf gewähren zu können.

Männliche American Akita zeigen Aggressionen gegenüber anderen Rüden, und weibliche American Akita s tolerieren normalerweise keine andere Hündin. American Akita können friedlich mit einem Hund des anderen Geschlechts leben, auch wenn einige American Akita es vorziehen, Einzel – Hund zu sein!

Ich empfehle seit vielen Jahren, aus gemachten Erfahrungen, zu einem vorhanden American Akita immer nur mit einem weiteren American Akita, anderen Geschlechtes, zu vergesellschaften. Wenn die Anschaffung eines Zweithundes ansteht.

 

 

 

 

American Akita sind SEHR besitzverteidigend bezüglich Nahrungsressourcen. Wenn Sie andere Haustiere haben, gewährleisten Sie, dass der Akita einen eigenen Futternapf bekommt oder dass Sie ihn auch abseits von anderen Tieren Fressen lassen können und dass kein anderes Tier in der Nähe des Akita des American Akita gelangt, bis das Futter weg ist. Es ist vernünftig, Kinder beim Fressen von einem American Akita fernzuhalten.

 

© Mathias Kahlenberg

Spezialist für American Akita,

Fachautor.